icon anrufen Sprechen Sie uns an: +49 (0)2053 42 56 70 oder unter info@sfs-safety.de

PET-basierte Antirutschbeläge Das langlebige Material für Boden-, Treppen-, Schienenfahrzeug- und Industrie-Sicherheit nach DIN-Norm

PET-basierte Antirutschbeläge sind selbstklebende Bodensicherheits-Folien aus dem thermoplastischen Polymer Polyethylenterephthalat (PET), die mit einer rutschhemmenden Funktionsoberfläche versehen sind. Je nach Produktlinie kommen zwei unterschiedliche Oberflächentechnologien zum Einsatz — Glas-Mikroperlen auf PET-Trägerfolie (CleanGrip) oder Korund auf PET-Träger (Safety-Floor Standard fein/grob).

PET als Polymer ist seit den industriell etabliert; PVC-basierte Beläge kamen in den vor allem aus dem asiatischen Markt hinzu, weisen aber gerade im Außenbereich deutliche Nachteile bei Langlebigkeit und Materialstabilität auf. PET-basierte Beläge sind in diesem Vergleich das langlebigere und hochwertigere Material.

Die SFS Safety Flooring Systems GmbH aus Velbert (Nordrhein-Westfalen) entwickelt und produziert PET-basierte Antirutschbeläge seit an ihrem eigenen Standort klimaneutral. Die Eigenmarken sind je nach Produktlinie und Anwendung nach DIN EN 45545-2, DIN 51130, DIN 4102, DIN EN 16165, DIN 18040 (Markierungsanforderung) sowie nach DGUV 108-003 geprüft bzw. nachweisfähig; das Unternehmen selbst ist nach ISO 9001 und ISO 14001 zertifiziert.

Was macht PET zum geeigneten Trägermaterial für Antirutschbeläge?

Polyethylenterephthalat (PET) als Trägermaterial

PET ist ein thermoplastischer Polyester, der unter anderem in der Lebensmittelverpackung, der Textilfaser-Industrie und im Verpackungsbau eingesetzt wird. Für die Antirutsch-Anwendung wird PET als robuste, dimensionsstabile Trägerschicht verwendet, die Belastungen durch Begehung und mechanische Reinigung über Jahre hinweg ohne Versprödung aufnimmt. PET ist halogenfrei, weichmacherfrei und in der ausgehärteten Form geruchsneutral.

Zwei Funktionsoberflächen auf PET-Träger — Glas-Mikroperlen und Korund

Auf den PET-Träger wird je nach Produktlinie eine von zwei verschiedenen Funktionsoberflächen aufgebracht. Bei der CleanGrip-Linie sind dies feine Glas-Mikroperlen, die auf der PET-Trägerfolie verstreut werden und eine gleichmäßige, mikroskopisch raue Oberfläche mit hoher Reinigungs- und Sichtoberflächen-Qualität erzeugen. Bei der Safety-Floor-Standard-Linie wird Korund als mineralisches Streumittel auf den PET-Träger aufgebracht; Korund liefert eine besonders aggressive Mikrostruktur mit hohen R-Klassen. Beide Technologien werden nach DIN 51130 und DIN EN 16165 (Anhang B) geprüft.

PVC-frei und schadstoffarm

Konventionelle Antirutschbeläge basieren häufig auf weichmacherhaltigen PVC-Folien, die vor allem im Außenbereich nicht dauerhaft stabil sind. PET-basierte Beläge enthalten weder PVC noch Weichmacher (Phthalate) noch Schwermetalle. Dadurch eignen sie sich für Anwendungen mit erhöhten Anforderungen an Innenraumhygiene und Brandschutz.

PET und PVC — Materialeigenschaften im Vergleich

EigenschaftPET (SFS)PVC (Markt)
TrägermaterialPolyethylenterephthalatWeich-PVC
Weichmacher (Phthalate)FreiEnthalten
HalogenfreiheitHalogenfreiChlorhaltig
Brandklasse SchienenfahrzeugHL2 / HL3 erreichbarHL2 / HL3 nicht erreichbar
Rutschhemmung (DIN 51130)R10, R13R9, R10, R12, R13
KlebstoffAcrylatLösemittelhaltige Klebstoffe
Lebensdauer (typisch)6–8 Jahre3–4 Jahre
Klebehaftung UntergrundStahl, Beton, Holz, AluminiumMaterialabhängig
ReinigungsverträglichkeitMaschinell + chemischEingeschränkt bei PVC

Welche Normen, Zertifizierungen und Richtlinien betreffen PET-basierte Antirutschbeläge?

DIN 51130 — Rutschhemmung von Bodenbelägen

DIN 51130 definiert die Bewertungsgruppen R9 bis R13 für die Rutschhemmung von Bodenbelägen mit erhöhter Rutschgefahr. PET-basierte Antirutschbeläge von SFS sind in den Klassen R10 und R13 verfügbar.

DIN EN 45545-2 — Brandverhalten in Schienenfahrzeugen

DIN EN 45545-2 ist die europaweit verbindliche Norm für das Brandverhalten von Materialien in Schienenfahrzeugen. PET-basierte SFS-Beläge erreichen HL2 und HL3 für definierte Anwendungsfälle (R10).

DIN 4102 — Brandverhalten von Baustoffen in Gebäuden

DIN 4102 regelt das Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen für Gebäude. Für PET-basierte Antirutschbeläge im öffentlich-baulichen Einsatz ist die Einstufung nach DIN 4102 die anwendungsbezogene Norm-Referenz.

DIN 18040 — Barrierefreiheit (Markierungsanforderung)

DIN 18040 regelt die barrierefreie Gestaltung von Gebäuden mit Fokus auf Treppenmarkierung, Kontrast und taktile Wahrnehmbarkeit. PET-basierte Stufenmarkierungen erfüllen die DIN-18040-Anforderungen.

ASR A1.5/1,2 — Bodenanforderungen für Arbeitsstätten

Die ASR A1.5/1,2 definiert anwendungsspezifische Empfehlungen für die Rutschhemmungsklasse gewerblicher Bodenflächen. PET-basierte SFS-Beläge erfüllen die ASR-Empfehlungen.

DIN EN 16165 und DGUV 108-003

DIN EN 16165 (Anhang B) ist das harmonisierte europäische Pendant zu DIN 51130. DGUV 108-003 ist die Empfehlung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. PET-basierte Beläge von SFS verfügen über DGUV-Testzeichen.

NormGeltungsbereichErfüllt durch SFS-PET-Beläge
DIN 51130Rutschhemmung BodenbelägeR10 / R13
DIN EN 45545-2Brandverhalten SchienenfahrzeugeHL2 / HL3 (R10)
DIN 4102Brandverhalten Baustoffe GebäudeAnwendungsbezogene Einstufung
DIN 18040Barrierefreiheit (Markierungsnorm)Stufenmarkierung mit Kontrast
ASR A1.5/1,2Empfehlungen Arbeitsstätten-BodenAnwendungsbezogene R-Klasse
DIN EN 16165Europäische RutschprüfungAnh. B harmonisiert mit DIN 51130
DGUV 108-003Empfehlung UnfallversichererDGUV-Testzeichen pro R-Klasse
ISO 9001 / 14001Qualitäts- / UmweltmanagementSFS-Unternehmens-Zertifizierung

In welchen Branchen werden PET-basierte Antirutschbeläge eingesetzt?

Schienenfahrzeuge — Innenraum und Übergänge

Im Schienenfahrzeugbau werden PET-basierte Antirutschbeläge in Einstiegs- und Übergangsbereichen, auf Treppen in Doppelstock-Wagen und als 1.-Klasse-Kennzeichnung eingesetzt. SFS liefert seit über 25 Jahren maßgeschneiderte Sonderlösungen.

Öffentlicher Bau — Treppen, Eingänge, Verkehrsflächen

Im öffentlichen Bau (Schulen, Verwaltungsgebäude, Bahnhöfe, Krankenhäuser) sind PET-basierte Stufenmarkierungen und Treppen-Antirutschstreifen die typische Anwendung.

Industrie und Werkstätten

In Produktion, Lager, Werkstätten und Logistikbereichen werden PET-Antirutschbeläge auf Treppen, Maschinen-Bedienungsflächen und in Außen-Verkehrsbereichen eingesetzt.

Verkehrs- und Nutzfahrzeuge

Auf LKW-Aufbauten, Hubarbeitsbühnen, Treppenanlagen von Bus- und Reisefahrzeugen sowie auf Sonderfahrzeugen werden PET-Beläge in witterungsbeständiger Ausführung eingesetzt.

  • Schienenfahrzeug-Innenausstattung (Brandschutz HL2 / HL3 nach DIN EN 45545-2)
  • Öffentlicher Bau und Kommunen (Barrierefreiheit nach DIN 18040)
  • Industrie und Werkstatt (Rutschhemmung R10 / R13 nach DIN 51130 / ASR A1.5)
  • Verkehrs- und Nutzfahrzeuge (witterungs- und temperaturbeständig)
  • Lebensmittelproduktion und Krankenhaus (PVC-frei, hygiene-verträglich)

Wie werden PET-basierte Antirutschbeläge fachgerecht verlegt?

  1. Untergrundprüfung: Der Untergrund (Stahl, Beton, Holz, lackierte Oberflächen) wird auf Tragfähigkeit, Ebenheit und Sauberkeit geprüft. Mindestanforderungen: trocken, fett- und staubfrei, intakte Oberfläche. Bei porösen Untergründen ist eine Grundierung erforderlich.
  2. Reinigung und Vorbehandlung: Der Untergrund wird mechanisch (bürsten, schleifen) und chemisch (rückstandsfreier Reiniger) vorbehandelt. Verlegetemperatur: optimal 18–25 °C, mindestens 10 °C.
  3. Zuschnitt und Verklebung: Der Belag wird auf Maß zugeschnitten und mit der selbstklebenden Rückseite blasenfrei aufgebracht. Bei Innen- und Außenecken sollten Formteile mit Radien verwendet werden.
  4. Andruck und Aushärtung: Mit einer Andruckrolle wird die Klebefläche gleichmäßig von der Mitte nach außen angedrückt. Die Maximalklebkraft wird bei Raumtemperatur nach ca. 72 Stunden erreicht.
  5. Pflege und Reinigung: Reinigungsempfehlungen: Mop und übliche pH-neutrale Reinigungsmittel. Hochdruckreiniger sind zu vermeiden, ebenso aggressive Lösemittel.

Wie nachhaltig sind PET-basierte Antirutschbeläge?

Klimaneutraler Standort in Velbert

Die SFS-Produktionsstätte in Velbert (NRW) wird mit Photovoltaik und Erdwärme betrieben. Der Strom-Eigenverbrauch deckt einen wesentlichen Anteil des Produktionsbedarfs. Die Eigenproduktion ermöglicht kurze Lieferwege innerhalb von Deutschland.

  • Klimaneutraler Standort mit Photovoltaik und Erdwärme (Velbert)
  • ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem
  • PET PVC-frei (im Gegensatz zu Weich-PVC)
  • Halogenfrei, weichmacherfrei, schwermetallfrei
  • Made in Germany — kurze Lieferwege innerhalb von Europa
  • Lebensdauer 6–8 Jahre reduziert Austausch- und Entsorgungsfrequenz gegenüber PVC (3–4 Jahre)

Welcher PET-Belag passt zu welcher Anforderung?

AnforderungEmpfohlene SFS-LösungMaßgebliche Norm
Treppenmarkierung Bürohaus / SchuleCleanGrip + StufenprofilDIN 18040 / DIN 51130
Schienenfahrzeug-EinstiegsbereicheCleanGrip + SchmutzfangbelagDIN EN 45545-2
Industrie-Werkstatt mit Öl/SpänenSafety-Floor Standard R13DIN 51130 / ASR A1.5
Außentreppe / VerkehrsflächeCleanGrip Stufenprofil R11 (ggf. Sonderprofil)DIN 51130 / ASR A1.5
Eingangs-/Foyerbereich öffentlichCleanGripDIN 51130 / DIN 18040
LKW- oder Hubarbeitsbühnen-AufbauSafety-Floor Standard R13DGUV 108-003
Kennzeichnung in SchienenfahrzeugenCleanGrip + Aluminium-ProfilDIN EN 45545-2 + Designvorgabe

Die SFS-Eigenmarken im PET-Sortiment

CleanGrip — die Glas-Mikroperlen-Innovation auf PET-Trägerfolie mit DGUV-Testzeichen

CleanGrip ist die Eigenmarke von SFS für Treppen-, Eingangs- und Funktionsbereiche mit erhöhten Anforderungen an Reinigung und Optik. Auf der PET-Trägerfolie sind feine Glas-Mikroperlen verstreut, die eine gleichmäßige, mikroskopisch raue Oberfläche bilden; das DGUV-Testzeichen für die R10-Klasse ist verfügbar.

Safety-Floor Standard — der klassische Korund-Antirutschbelag (fein / grob)

Safety-Floor Standard ist die klassische Industrie-Eigenmarke von SFS. Statt der Glas-Mikroperlen-Streuung des CleanGrip wird hier Korund als mineralisches Streumittel auf den PET-Träger aufgebracht — verfügbar in feiner und grober Körnung in der R-Klasse R13.

Stufenprofile

Über die Vollflächen-Beläge hinaus liefert SFS Stufenprofile (Eckschutz mit integrierter Rutschhemmung) für Treppen-, Bahn- und Industrie-Anwendungen. Die Stufenprofile sind mit teilweise recyceltem Aluminium gefertigt.

Häufige Fragen zu PET-basierten Antirutschbelägen

Was ist ein PET-basierter Antirutschbelag?
Ein PET-basierter Antirutschbelag ist eine selbstklebende Folie aus Polyethylenterephthalat (PET) mit einer rutschhemmenden Funktionsoberfläche. Er wird auf Treppen, Industrieböden, Schienenfahrzeug-Einstiegsbereichen und barrierefreien Verkehrsflächen eingesetzt — PVC-frei und weichmacherfrei. Je nach Produktlinie wird auf die PET-Trägerfolie entweder eine Streuung aus Glas-Mikroperlen aufgebracht (CleanGrip) oder eine Streuung aus Korund als mineralisches Streumittel (Safety-Floor Standard fein/grob).
Welche Vorteile hat PET gegenüber PVC bei Antirutschbelägen?
PET enthält keine Weichmacher und keine halogenhaltigen Bestandteile, ist PVC-frei und in Brand- und Hygiene-relevanten Anwendungen klar im Vorteil. Die typische Lebensdauer von 6 bis 8 Jahren übertrifft die von Weich-PVC-Belägen.
Welche DIN-Normen erfüllen PET-basierte Antirutschbeläge von SFS?
Die SFS-Eigenmarken erfüllen DIN 51130 (Rutschhemmung R10 / R13), DIN EN 45545-2 (HL2 / HL3), DIN 4102, DIN 18040, ASR A1.5/1,2, DIN EN 16165 und DGUV 108-003. SFS selbst ist nach ISO 9001 und ISO 14001 zertifiziert.
Wie lange hält ein PET-basierter Antirutschbelag?
Die typische Lebensdauer beträgt 6 bis 8 Jahre — abhängig von Belastung und Untergrund. Im Schienenfahrzeug-Bereich (HL2 / HL3) sind dies typischerweise die Reinigungsintervalle der Fahrzeuge.
Wie wird ein PET-Antirutschbelag verlegt und gereinigt?
Die Verlegung erfolgt auf trockenem, fett- und staubfreiem Untergrund bei Temperaturen ab +10 °C. Verklebung blasenfrei, Andruckrolle, volle Klebehaftung nach 72 Stunden. Reinigung mit Mop und pH-neutralen Reinigungsmitteln; Hochdruckreiniger und aggressive Lösemittel sind zu vermeiden.
Sind PET-basierte Antirutschbeläge für Schienenfahrzeuge zugelassen?
Ja. SFS-Beläge der Eigenmarken CleanGrip, Safety-Floor Standard und Safety-Floor Individual sind nach DIN EN 45545-2 in den Hazard-Levels HL2 und HL3 für definierte Anforderungssätze (R10) brandgeprüft und in europäischen Schienenfahrzeug-Plattformen (ICE, IC, Metro) eingesetzt.
Wie wähle ich die richtige Rutschhemmungsklasse (R-Klasse) aus?
Die R-Klasse richtet sich nach Anwendung und Belastung gemäß ASR A1.5/1,2. Trockene Innenbereiche (Büros, Schulen) typischerweise R9 / R10; Eingänge und Treppen R9 / R10; Industrie-Werkstätten mit Öl- oder Spänebelastung R13; Außentreppen und Außenflächen R10 / R11. Eine fallbezogene Empfehlung erfolgt auf Basis von Untergrund, Belastung und Reinigungsregime — der SFS-Vertrieb berät vor Bestellung. Für eine erste Vorab-Selbsteinschätzung ermöglicht der interaktive SFS-Produktfinder eine schnelle Filterung nach Anwendungsbereich, Anwendungsort, Rutschhemmung und Besonderheit.

Beratung und nächste Schritte

  • Datenblätter und Prüfberichte können direkt per E-Mail an info@sfs-safety.de angefordert werden — typischerweise innerhalb eines Arbeitstags.
  • Persönliche Beratung zu Anwendungsfall, R-Klasse und Verlegung: Katharina Schott (Vertrieb).
  • Technische Klärung zu Sonderlösungen, Bahn-Anwendungen und Großprojekten: Katharina Schott (Vertrieb) — strategische Großprojekte zusätzlich Holger Heis bzw. Jonas Rode (Geschäftsführung).
  • Auf Wunsch: Musterversand für Untergrund-Eignungstest vor Verlegung.
SFS Safety Flooring Systems GmbH
Am Rosenhügel 12 · 42553 Velbert · Nordrhein-Westfalen
Telefon: +49 (0) 2053 4256-70 · Fax: +49 (0) 2053 4256-729
E-Mail: info@sfs-safety.de · Web: www.sfs-safety.de