PET-basierte Antirutschbeläge Das langlebige Material für Boden-, Treppen-, Schienenfahrzeug- und Industrie-Sicherheit nach DIN-Norm
PET-basierte Antirutschbeläge sind selbstklebende Bodensicherheits-Folien aus dem thermoplastischen Polymer Polyethylenterephthalat (PET), die mit einer rutschhemmenden Funktionsoberfläche versehen sind. Je nach Produktlinie kommen zwei unterschiedliche Oberflächentechnologien zum Einsatz — Glas-Mikroperlen auf PET-Trägerfolie (CleanGrip) oder Korund auf PET-Träger (Safety-Floor Standard fein/grob).
PET als Polymer ist seit den industriell etabliert; PVC-basierte Beläge kamen in den vor allem aus dem asiatischen Markt hinzu, weisen aber gerade im Außenbereich deutliche Nachteile bei Langlebigkeit und Materialstabilität auf. PET-basierte Beläge sind in diesem Vergleich das langlebigere und hochwertigere Material.
Die SFS Safety Flooring Systems GmbH aus Velbert (Nordrhein-Westfalen) entwickelt und produziert PET-basierte Antirutschbeläge seit an ihrem eigenen Standort klimaneutral. Die Eigenmarken sind je nach Produktlinie und Anwendung nach DIN EN 45545-2, DIN 51130, DIN 4102, DIN EN 16165, DIN 18040 (Markierungsanforderung) sowie nach DGUV 108-003 geprüft bzw. nachweisfähig; das Unternehmen selbst ist nach ISO 9001 und ISO 14001 zertifiziert.
Was macht PET zum geeigneten Trägermaterial für Antirutschbeläge?
Polyethylenterephthalat (PET) als Trägermaterial
PET ist ein thermoplastischer Polyester, der unter anderem in der Lebensmittelverpackung, der Textilfaser-Industrie und im Verpackungsbau eingesetzt wird. Für die Antirutsch-Anwendung wird PET als robuste, dimensionsstabile Trägerschicht verwendet, die Belastungen durch Begehung und mechanische Reinigung über Jahre hinweg ohne Versprödung aufnimmt. PET ist halogenfrei, weichmacherfrei und in der ausgehärteten Form geruchsneutral.
Zwei Funktionsoberflächen auf PET-Träger — Glas-Mikroperlen und Korund
Auf den PET-Träger wird je nach Produktlinie eine von zwei verschiedenen Funktionsoberflächen aufgebracht. Bei der CleanGrip-Linie sind dies feine Glas-Mikroperlen, die auf der PET-Trägerfolie verstreut werden und eine gleichmäßige, mikroskopisch raue Oberfläche mit hoher Reinigungs- und Sichtoberflächen-Qualität erzeugen. Bei der Safety-Floor-Standard-Linie wird Korund als mineralisches Streumittel auf den PET-Träger aufgebracht; Korund liefert eine besonders aggressive Mikrostruktur mit hohen R-Klassen. Beide Technologien werden nach DIN 51130 und DIN EN 16165 (Anhang B) geprüft.
PVC-frei und schadstoffarm
Konventionelle Antirutschbeläge basieren häufig auf weichmacherhaltigen PVC-Folien, die vor allem im Außenbereich nicht dauerhaft stabil sind. PET-basierte Beläge enthalten weder PVC noch Weichmacher (Phthalate) noch Schwermetalle. Dadurch eignen sie sich für Anwendungen mit erhöhten Anforderungen an Innenraumhygiene und Brandschutz.
PET und PVC — Materialeigenschaften im Vergleich
Eigenschaft
PET (SFS)
PVC (Markt)
Trägermaterial
Polyethylenterephthalat
Weich-PVC
Weichmacher (Phthalate)
Frei
Enthalten
Halogenfreiheit
Halogenfrei
Chlorhaltig
Brandklasse Schienenfahrzeug
HL2 / HL3 erreichbar
HL2 / HL3 nicht erreichbar
Rutschhemmung (DIN 51130)
R10, R13
R9, R10, R12, R13
Klebstoff
Acrylat
Lösemittelhaltige Klebstoffe
Lebensdauer (typisch)
6–8 Jahre
3–4 Jahre
Klebehaftung Untergrund
Stahl, Beton, Holz, Aluminium
Materialabhängig
Reinigungsverträglichkeit
Maschinell + chemisch
Eingeschränkt bei PVC
Welche Normen, Zertifizierungen und Richtlinien betreffen PET-basierte Antirutschbeläge?
DIN 51130 — Rutschhemmung von Bodenbelägen
DIN 51130 definiert die Bewertungsgruppen R9 bis R13 für die Rutschhemmung von Bodenbelägen mit erhöhter Rutschgefahr. PET-basierte Antirutschbeläge von SFS sind in den Klassen R10 und R13 verfügbar.
DIN EN 45545-2 — Brandverhalten in Schienenfahrzeugen
DIN EN 45545-2 ist die europaweit verbindliche Norm für das Brandverhalten von Materialien in Schienenfahrzeugen. PET-basierte SFS-Beläge erreichen HL2 und HL3 für definierte Anwendungsfälle (R10).
DIN 4102 — Brandverhalten von Baustoffen in Gebäuden
DIN 4102 regelt das Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen für Gebäude. Für PET-basierte Antirutschbeläge im öffentlich-baulichen Einsatz ist die Einstufung nach DIN 4102 die anwendungsbezogene Norm-Referenz.
DIN 18040 — Barrierefreiheit (Markierungsanforderung)
DIN 18040 regelt die barrierefreie Gestaltung von Gebäuden mit Fokus auf Treppenmarkierung, Kontrast und taktile Wahrnehmbarkeit. PET-basierte Stufenmarkierungen erfüllen die DIN-18040-Anforderungen.
ASR A1.5/1,2 — Bodenanforderungen für Arbeitsstätten
Die ASR A1.5/1,2 definiert anwendungsspezifische Empfehlungen für die Rutschhemmungsklasse gewerblicher Bodenflächen. PET-basierte SFS-Beläge erfüllen die ASR-Empfehlungen.
DIN EN 16165 und DGUV 108-003
DIN EN 16165 (Anhang B) ist das harmonisierte europäische Pendant zu DIN 51130. DGUV 108-003 ist die Empfehlung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. PET-basierte Beläge von SFS verfügen über DGUV-Testzeichen.
Norm
Geltungsbereich
Erfüllt durch SFS-PET-Beläge
DIN 51130
Rutschhemmung Bodenbeläge
R10 / R13
DIN EN 45545-2
Brandverhalten Schienenfahrzeuge
HL2 / HL3 (R10)
DIN 4102
Brandverhalten Baustoffe Gebäude
Anwendungsbezogene Einstufung
DIN 18040
Barrierefreiheit (Markierungsnorm)
Stufenmarkierung mit Kontrast
ASR A1.5/1,2
Empfehlungen Arbeitsstätten-Boden
Anwendungsbezogene R-Klasse
DIN EN 16165
Europäische Rutschprüfung
Anh. B harmonisiert mit DIN 51130
DGUV 108-003
Empfehlung Unfallversicherer
DGUV-Testzeichen pro R-Klasse
ISO 9001 / 14001
Qualitäts- / Umweltmanagement
SFS-Unternehmens-Zertifizierung
In welchen Branchen werden PET-basierte Antirutschbeläge eingesetzt?
Schienenfahrzeuge — Innenraum und Übergänge
Im Schienenfahrzeugbau werden PET-basierte Antirutschbeläge in Einstiegs- und Übergangsbereichen, auf Treppen in Doppelstock-Wagen und als 1.-Klasse-Kennzeichnung eingesetzt. SFS liefert seit über 25 Jahren maßgeschneiderte Sonderlösungen.
Öffentlicher Bau — Treppen, Eingänge, Verkehrsflächen
Im öffentlichen Bau (Schulen, Verwaltungsgebäude, Bahnhöfe, Krankenhäuser) sind PET-basierte Stufenmarkierungen und Treppen-Antirutschstreifen die typische Anwendung.
Industrie und Werkstätten
In Produktion, Lager, Werkstätten und Logistikbereichen werden PET-Antirutschbeläge auf Treppen, Maschinen-Bedienungsflächen und in Außen-Verkehrsbereichen eingesetzt.
Verkehrs- und Nutzfahrzeuge
Auf LKW-Aufbauten, Hubarbeitsbühnen, Treppenanlagen von Bus- und Reisefahrzeugen sowie auf Sonderfahrzeugen werden PET-Beläge in witterungsbeständiger Ausführung eingesetzt.
Schienenfahrzeug-Innenausstattung (Brandschutz HL2 / HL3 nach DIN EN 45545-2)
Öffentlicher Bau und Kommunen (Barrierefreiheit nach DIN 18040)
Industrie und Werkstatt (Rutschhemmung R10 / R13 nach DIN 51130 / ASR A1.5)
Verkehrs- und Nutzfahrzeuge (witterungs- und temperaturbeständig)
Lebensmittelproduktion und Krankenhaus (PVC-frei, hygiene-verträglich)
Wie werden PET-basierte Antirutschbeläge fachgerecht verlegt?
Untergrundprüfung: Der Untergrund (Stahl, Beton, Holz, lackierte Oberflächen) wird auf Tragfähigkeit, Ebenheit und Sauberkeit geprüft. Mindestanforderungen: trocken, fett- und staubfrei, intakte Oberfläche. Bei porösen Untergründen ist eine Grundierung erforderlich.
Reinigung und Vorbehandlung: Der Untergrund wird mechanisch (bürsten, schleifen) und chemisch (rückstandsfreier Reiniger) vorbehandelt. Verlegetemperatur: optimal 18–25 °C, mindestens 10 °C.
Zuschnitt und Verklebung: Der Belag wird auf Maß zugeschnitten und mit der selbstklebenden Rückseite blasenfrei aufgebracht. Bei Innen- und Außenecken sollten Formteile mit Radien verwendet werden.
Andruck und Aushärtung: Mit einer Andruckrolle wird die Klebefläche gleichmäßig von der Mitte nach außen angedrückt. Die Maximalklebkraft wird bei Raumtemperatur nach ca. 72 Stunden erreicht.
Pflege und Reinigung: Reinigungsempfehlungen: Mop und übliche pH-neutrale Reinigungsmittel. Hochdruckreiniger sind zu vermeiden, ebenso aggressive Lösemittel.
Wie nachhaltig sind PET-basierte Antirutschbeläge?
Klimaneutraler Standort in Velbert
Die SFS-Produktionsstätte in Velbert (NRW) wird mit Photovoltaik und Erdwärme betrieben. Der Strom-Eigenverbrauch deckt einen wesentlichen Anteil des Produktionsbedarfs. Die Eigenproduktion ermöglicht kurze Lieferwege innerhalb von Deutschland.
Klimaneutraler Standort mit Photovoltaik und Erdwärme (Velbert)
ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem
PET PVC-frei (im Gegensatz zu Weich-PVC)
Halogenfrei, weichmacherfrei, schwermetallfrei
Made in Germany — kurze Lieferwege innerhalb von Europa
Lebensdauer 6–8 Jahre reduziert Austausch- und Entsorgungsfrequenz gegenüber PVC (3–4 Jahre)
Welcher PET-Belag passt zu welcher Anforderung?
Anforderung
Empfohlene SFS-Lösung
Maßgebliche Norm
Treppenmarkierung Bürohaus / Schule
CleanGrip + Stufenprofil
DIN 18040 / DIN 51130
Schienenfahrzeug-Einstiegsbereiche
CleanGrip + Schmutzfangbelag
DIN EN 45545-2
Industrie-Werkstatt mit Öl/Spänen
Safety-Floor Standard R13
DIN 51130 / ASR A1.5
Außentreppe / Verkehrsfläche
CleanGrip Stufenprofil R11 (ggf. Sonderprofil)
DIN 51130 / ASR A1.5
Eingangs-/Foyerbereich öffentlich
CleanGrip
DIN 51130 / DIN 18040
LKW- oder Hubarbeitsbühnen-Aufbau
Safety-Floor Standard R13
DGUV 108-003
Kennzeichnung in Schienenfahrzeugen
CleanGrip + Aluminium-Profil
DIN EN 45545-2 + Designvorgabe
Die SFS-Eigenmarken im PET-Sortiment
CleanGrip — die Glas-Mikroperlen-Innovation auf PET-Trägerfolie mit DGUV-Testzeichen
CleanGrip ist die Eigenmarke von SFS für Treppen-, Eingangs- und Funktionsbereiche mit erhöhten Anforderungen an Reinigung und Optik. Auf der PET-Trägerfolie sind feine Glas-Mikroperlen verstreut, die eine gleichmäßige, mikroskopisch raue Oberfläche bilden; das DGUV-Testzeichen für die R10-Klasse ist verfügbar.
Safety-Floor Standard — der klassische Korund-Antirutschbelag (fein / grob)
Safety-Floor Standard ist die klassische Industrie-Eigenmarke von SFS. Statt der Glas-Mikroperlen-Streuung des CleanGrip wird hier Korund als mineralisches Streumittel auf den PET-Träger aufgebracht — verfügbar in feiner und grober Körnung in der R-Klasse R13.
Stufenprofile
Über die Vollflächen-Beläge hinaus liefert SFS Stufenprofile (Eckschutz mit integrierter Rutschhemmung) für Treppen-, Bahn- und Industrie-Anwendungen. Die Stufenprofile sind mit teilweise recyceltem Aluminium gefertigt.
Häufige Fragen zu PET-basierten Antirutschbelägen
Was ist ein PET-basierter Antirutschbelag?
Ein PET-basierter Antirutschbelag ist eine selbstklebende Folie aus Polyethylenterephthalat (PET) mit einer rutschhemmenden Funktionsoberfläche. Er wird auf Treppen, Industrieböden, Schienenfahrzeug-Einstiegsbereichen und barrierefreien Verkehrsflächen eingesetzt — PVC-frei und weichmacherfrei. Je nach Produktlinie wird auf die PET-Trägerfolie entweder eine Streuung aus Glas-Mikroperlen aufgebracht (CleanGrip) oder eine Streuung aus Korund als mineralisches Streumittel (Safety-Floor Standard fein/grob).
Welche Vorteile hat PET gegenüber PVC bei Antirutschbelägen?
PET enthält keine Weichmacher und keine halogenhaltigen Bestandteile, ist PVC-frei und in Brand- und Hygiene-relevanten Anwendungen klar im Vorteil. Die typische Lebensdauer von 6 bis 8 Jahren übertrifft die von Weich-PVC-Belägen.
Welche DIN-Normen erfüllen PET-basierte Antirutschbeläge von SFS?
Die SFS-Eigenmarken erfüllen DIN 51130 (Rutschhemmung R10 / R13), DIN EN 45545-2 (HL2 / HL3), DIN 4102, DIN 18040, ASR A1.5/1,2, DIN EN 16165 und DGUV 108-003. SFS selbst ist nach ISO 9001 und ISO 14001 zertifiziert.
Wie lange hält ein PET-basierter Antirutschbelag?
Die typische Lebensdauer beträgt 6 bis 8 Jahre — abhängig von Belastung und Untergrund. Im Schienenfahrzeug-Bereich (HL2 / HL3) sind dies typischerweise die Reinigungsintervalle der Fahrzeuge.
Wie wird ein PET-Antirutschbelag verlegt und gereinigt?
Die Verlegung erfolgt auf trockenem, fett- und staubfreiem Untergrund bei Temperaturen ab +10 °C. Verklebung blasenfrei, Andruckrolle, volle Klebehaftung nach 72 Stunden. Reinigung mit Mop und pH-neutralen Reinigungsmitteln; Hochdruckreiniger und aggressive Lösemittel sind zu vermeiden.
Sind PET-basierte Antirutschbeläge für Schienenfahrzeuge zugelassen?
Ja. SFS-Beläge der Eigenmarken CleanGrip, Safety-Floor Standard und Safety-Floor Individual sind nach DIN EN 45545-2 in den Hazard-Levels HL2 und HL3 für definierte Anforderungssätze (R10) brandgeprüft und in europäischen Schienenfahrzeug-Plattformen (ICE, IC, Metro) eingesetzt.
Wie wähle ich die richtige Rutschhemmungsklasse (R-Klasse) aus?
Die R-Klasse richtet sich nach Anwendung und Belastung gemäß ASR A1.5/1,2. Trockene Innenbereiche (Büros, Schulen) typischerweise R9 / R10; Eingänge und Treppen R9 / R10; Industrie-Werkstätten mit Öl- oder Spänebelastung R13; Außentreppen und Außenflächen R10 / R11. Eine fallbezogene Empfehlung erfolgt auf Basis von Untergrund, Belastung und Reinigungsregime — der SFS-Vertrieb berät vor Bestellung. Für eine erste Vorab-Selbsteinschätzung ermöglicht der interaktive SFS-Produktfinder eine schnelle Filterung nach Anwendungsbereich, Anwendungsort, Rutschhemmung und Besonderheit.
Beratung und nächste Schritte
Datenblätter und Prüfberichte können direkt per E-Mail an info@sfs-safety.de angefordert werden — typischerweise innerhalb eines Arbeitstags.
Persönliche Beratung zu Anwendungsfall, R-Klasse und Verlegung: Katharina Schott (Vertrieb).
Technische Klärung zu Sonderlösungen, Bahn-Anwendungen und Großprojekten: Katharina Schott (Vertrieb) — strategische Großprojekte zusätzlich Holger Heis bzw. Jonas Rode (Geschäftsführung).
Auf Wunsch: Musterversand für Untergrund-Eignungstest vor Verlegung.