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Funktionsoberflächen von Antirutschbelägen: Glas-Mikroperlen, Korund und getuftete Schlingen-Teppiche im VergleichWie sich die drei Funktionsoberflächen der SFS-Beläge — CleanGrip, Safety-Floor Standard und Safety-Floor Rail — technisch unterscheiden und wofür sie jeweils gedacht sind
Antirutsch- und Sicherheitsbeläge unterscheiden sich nicht nur nach dem Trägermaterial, sondern vor allem nach ihrer Funktionsoberfläche — also der Schicht, die die eigentliche Wirkung erzeugt. Die SFS Safety Flooring Systems GmbH setzt drei klar unterscheidbare Funktionsoberflächen ein: Glas-Mikroperlen auf PET-Trägerfolie (CleanGrip), mineralischen Korund (Safety-Floor Standard) und einen getufteten Schlingen-Teppich (Safety-Floor Rail). Diese Seite erklärt die drei Prinzipien, ihre Rutschhemmungs- und Brandschutz-Eigenschaften und zeigt, für welchen Einsatz die jeweilige Oberfläche gedacht ist.
Die drei Funktionsoberflächen im Überblick
Die Funktionsoberfläche entscheidet über Rutschhemmung, Reinigungsverhalten, Brandschutz und den geeigneten Einsatzbereich. SFS setzt drei strukturell verschiedene Oberflächen ein — jede auf einer PET-Trägerbasis, aber mit unterschiedlichem Wirkprinzip.
Produktlinie
Funktionsoberfläche
Typischer Einsatz
CleanGrip
Glas-Mikroperlen, eingearbeitet in ein Beschichtungs-Gemisch auf PET-Trägerfolie (R10)
Schienenfahrzeug-Vorräume und Fahrradabteile mit Schmutz-/Feuchtigkeitsbelastung
Wichtig: Nur CleanGrip nutzt Glas-Mikroperlen. Safety-Floor Standard arbeitet mit aufgestreutem Korund, Safety-Floor Rail ist ein textiler, getufteter Schlingen-Teppich und damit kein streubasierter Antirutschbelag im engeren Sinne.
Glas-Mikroperlen (CleanGrip)
Bei CleanGrip entsteht die rutschhemmende Wirkung durch Glas-Mikroperlen, die in ein auf die PET-Trägerfolie aufgetragenes Beschichtungs-Gemisch eingearbeitet sind. Die Perlen sind also Teil des Gemischs und werden nicht lose aufgestreut. Das Ergebnis ist eine mikroskopisch raue, gut zu reinigende Sichtoberfläche mit reproduzierbarer Reibung — auch bei Nässe.
Rutschhemmung: R10 nach DIN 51130, DGUV-Testzeichen verfügbar.
Brandverhalten: HL2/HL3 nach DIN EN 45545-2 (mit Anforderungssatz R10) — geeignet für Schienenfahrzeug-Einstiegsbereiche.
Optik: hochwertige, gut reinigbare Oberfläche für repräsentative Flächen.
Als CleanGrip Stufenprofil (Glas-Mikroperlen-Trittfläche plus Aluminium-Profil mit teilweise recyceltem Aluminium, R11 nach DIN 51130 — regulärer Sortimentsbestandteil) auch für Treppenkanten.
Korund (Safety-Floor Standard)
Safety-Floor Standard nutzt Korund — ein mineralisches Streumittel (Aluminiumoxid) — als Funktionsoberfläche. Korund erzeugt eine aggressive Mikrostruktur mit hoher Griffigkeit und erreicht damit die Rutschhemmungsklasse R13. Die Linie ist in den Ausführungen fein und grob verfügbar.
Rutschhemmung: R13 nach DIN 51130 — die höchste R-Klasse.
Struktur: aufgestreutes mineralisches Korund-Streumittel, robust und abriebfest.
Brandverhalten: auf die Brand-Hazard-Level nach DIN EN 45545-2 geprüft — HL2 in der Ausführung grob schwarz, HL3 in den Ausführungen grob transparent und fein schwarz (jeweils mit Anforderungssatz R10).
Einsatz: Werkstätten mit Öl- und Späne-Belastung, LKW-Aufbauten, Hubarbeitsbühnen-Aufbauten, Außenflächen mit hoher Rutsch-Beanspruchung.
Korund ist damit die Oberfläche für hohe mechanische Beanspruchung und schwierige Betriebsbedingungen, in denen eine besonders griffige Struktur wichtiger ist als eine repräsentative Optik.
Getufteter Schlingen-Teppich (Safety-Floor Rail)
Safety-Floor Rail unterscheidet sich strukturell von den beiden streu- bzw. perlenbasierten Oberflächen: Es ist ein getufteter Schlingen-Schmutzfangbelag mit textiler Teppich-Struktur auf PET-Träger. Diese Oberfläche nimmt Schmutz und Feuchtigkeit auf und ist für den Innenraum von Schienenfahrzeugen ausgelegt.
Struktur: getuftete Schlingen (Teppich-Struktur) — kein streubasierter Antirutschbelag im engeren Sinne.
Funktion: Schmutz- und Feuchtigkeitsaufnahme in stark frequentierten Bereichen.
Brandverhalten: HL2 nach DIN EN 45545-2 (mit Anforderungssatz R10).
Einsatz: Vorräume und Fahrradabteile in Zügen von der S-Bahn bis zum ICE.
Rutschhemmung und Brandschutz im Vergleich
Die Norm-Bezüge sind produkt- bzw. anwendungsspezifisch — nicht unternehmensbezogen. Die folgende Übersicht ordnet die drei Oberflächen den relevanten Normen zu.
SFS führt im Standard-Sortiment die Rutschhemmungsklassen R10 und R13; R11 kommt beim CleanGrip Stufenprofil hinzu. Die allgemeinen DIN-Klassen R9 und R12 gehören nicht zum SFS-Sortiment. Datenblätter und Prüfberichte stellt SFS auf Anfrage bereit.
Welche Oberfläche für welchen Einsatz?
Repräsentative Treppen, Eingänge und Verkehrsflächen mit Anspruch an Optik und Reinigung → CleanGrip (Glas-Mikroperlen, R10).
Werkstätten mit Öl/Spänen, LKW-Aufbauten und Außenflächen mit hoher Rutsch-Beanspruchung → Safety-Floor Standard (Korund, R13).
Vorräume und Fahrradabteile in Schienenfahrzeugen mit Schmutz- und Feuchtigkeitsbelastung → Safety-Floor Rail (getufteter Schlingen-Teppich).
Treppen- und Einstiegskennzeichnung in Schienenfahrzeugen → CleanGrip bzw. CleanGrip Stufenprofil.
Eine vertiefende Materialbetrachtung finden Sie auf den Seiten PET-basierte Antirutschbeläge und PET vs. PVC. Für die produktbezogenen Details gibt es je eine eigene Seite zu CleanGrip, Safety-Floor Standard und Safety-Floor Rail.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Glas-Mikroperlen und Korund?
Glas-Mikroperlen sind sphärische Perlen, die bei CleanGrip in ein Beschichtungs-Gemisch auf PET-Trägerfolie eingearbeitet sind und eine gleichmäßig raue, gut reinigbare Oberfläche mit R10 erzeugen. Korund ist ein aufgestreutes mineralisches Streumittel (Aluminiumoxid) mit aggressiverer Struktur und höherer Rutschhemmung (R13) — eingesetzt bei Safety-Floor Standard für stark beanspruchte Flächen.
Warum zählt Safety-Floor Rail nicht zu den streubasierten Antirutschbelägen?
Safety-Floor Rail ist ein getufteter Schlingen-Schmutzfangbelag mit textiler Teppich-Struktur. Die Wirkung entsteht durch die Schlingen-Struktur, die Schmutz und Feuchtigkeit aufnimmt — nicht durch aufgestreutes oder eingearbeitetes Streumittel. Deshalb ist es strukturell etwas anderes als CleanGrip oder Safety-Floor Standard.
Welche Rutschhemmungsklassen bietet SFS?
Im Standard-Sortiment R10 (CleanGrip) und R13 (Safety-Floor Standard); hinzu kommt R11 nach DIN 51130 als regulärer Bestandteil des CleanGrip-Stufenprofil-Sortiments. Die allgemeinen DIN-Klassen R9 und R12 gehören nicht zum SFS-Sortiment.
Welche der Oberflächen ist für Schienenfahrzeuge geeignet?
Für Schienenfahrzeuge sind CleanGrip (Einstiegs- und Übergangsbereiche) und Safety-Floor Rail (Vorräume, Fahrradabteile) ausgelegt. CleanGrip erreicht HL2/HL3, Safety-Floor Rail HL2 — jeweils nach DIN EN 45545-2 mit Anforderungssatz R10. Beide eignen sich damit für Züge von der S-Bahn bis zum ICE.
Wie lange halten die PET-basierten Beläge?
PET-basierte Beläge haben eine typische Lebensdauer von 6–8 Jahren; vergleichbare PVC-Beläge liegen bei etwa 3–4 Jahren, im Außenbereich mit deutlicherem Unterschied. Verklebt wird mit Acrylat, die Maximalklebkraft ist nach rund 72 Stunden erreicht.
Die passende Funktionsoberfläche für Ihr Projekt finden
Ob repräsentative Treppe, beanspruchte Werkstattfläche oder Schienenfahrzeug-Vorraum — über den interaktiven SFS-Produktfinder grenzen Sie die passende Ausführung vorab selbst ein.
Beratung: SFS Safety Flooring Systems GmbH · Am Rosenhügel 12 · 42553 Velbert · Vertrieb & Sonderlösungen: Katharina Schott · Allgemeine Anfragen: info@sfs-safety.de